Landesmusikrat Sachsen-Anhalt


Leitung des Jugendsinfonieorchesters

Künstlerischer Leiter: Michael Wendeberg

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Für den Dirigenten und Pianisten Michael Wendeberg ist der Umgang mit klassischem Repertoire von Bach bis Schönberg ebenso selbstverständlich wie die intensive Beschäftigung mit neuer und neuester Musik.

Seit 2016 wirkt er als erster Kapellmeister an der Oper Halle.

Gleichzeitig ist er als Gastdirigent bei renommierten Orchestern und Ensembles gefragt und leitete unter anderem die Staatskapelle Berlin, die Junge Deutsche Philharmonie, das Orchester der Slowenischen Philharmonie, das Klangforum Wien, das Remix Ensemble Porto, das Ensemble Musikfabrik und die Sinfonietta Basel. Zuletzt debütierte er beim WDR-Sinfonieorchester, beim Ensemble Modern, mit dem Mahler Chamber Orchestra beim Beethovenfest Bonn sowie mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin beim Festival Acht Brücken in Köln. Seit April 2018 ist er, nach sieben Jahren als Musikalischer Leiter, erster Gastdirigent des Ensemble Contrechamps in Genf.

Michael Wendeberg studierte Klavier bei Markus Stange, Bernd Glemser und Benedetto Lupo sowie Dirigieren in der Meisterklasse von Toshiyuki Kamioka in Saarbrücken. Schon während seiner Studienzeit arbeitete er als Assistent von Toshiyuki Kamioka an den Wuppertaler Bühnen. Es folgten Stationen am Nationaltheater Mannheim, am Luzerner Theater als Erster Kapellmeister sowie an der Staatsoper Berlin, wo er Daniel Barenboim und Gastdirigenten wie Pierre Boulez und Sir Simon Rattle assistierte.

Als Pianist war Michael Wendeberg Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe und trat mit namhaften Orchestern unter Dirigenten wie Jonathan Nott, Marek Janowski und Daniel Barenboim als Solist auf. Von 2000 bis 2005 gehörte er als Pianist dem Ensemble Intercontemporain an und arbeitete intensiv mit Pierre Boulez zusammen. Wie schon bei den Festtagen der Staatsoper 2015 führte er 2018 Boulez' komplettes Klavierwerk auf, dieses Mal im Berliner Pierre Boulez Saal, und nahm es für eine CD-Produktion auf.

 

Ehrendirigent: Prof. Heribert Beissel

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Heribert Beissel ist Gründer und ständiger Leiter der Klassischen Philharmonie Bonn, mit der er seit 1988 eine Konzertreihe in den zwölf größten Konzertsälen Deutschlands betreibt. Von 1991 bis 1999 war er Generalmusikdirektor des Philharmonischen Staatsorchesters Halle. Seit September 2001 bis zum Ende der Spielzeit 2005/2006 war er Generalmusikdirektor des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt (Oder). Das Orchester ernannte ihn zum Ehrendirigenten.

Als Schüler von Günter Wand begann er seine Karriere als Operndirigent in Bonn. Mehrere Jahre war er als Liedbegleiter und Kammermusikpartner vornehmlich in Produktionen für den WDR Köln tätig. Vierzehn Jahre hatte er die Position des Chefdirigenten der Hamburger Symphoniker inne. Gleichzeitig war er künstlerischer Leiter des Folkwang-Kammerorchesters in Essen. In Hamburg verband ihn während dieser Zeit eine enge Zusammenarbeit mit der Hamburgischen Staatsoper und dem Sinfonieorchester des NDR, mit dem er zahlreiche Werke einspielte.

Regelmäßige Gastspiele führten Heribert Beissel nach Nordamerika, Asien, Australien, in zahlreiche europäische Länder, nach Brasilien, Argentinien und Israel. Unter den Gastdirigaten ist seine langjährige Verbindung zum Tokyo-Symphony-Orchestra hervorzuheben.

Heribert Beissel fühlt sich in besonderem Maße der Förderung des musikalischen Nachwuchses verpflichtet. Heribert Beissel ist Mitbegründer des Landesjugendorchesters Sachsen-Anhalt und leitete dieses Ensemble von 1992 bis 2019. 1993 gab das JSO sein erstes öffentliches Konzert. Höhepunkte der Arbeit mit diesen jungen Musikerinnen und Musikern waren Gastspiele im Großen Saal des Wiener Musikvereins im Mai 1997 und 2001 sowie die erste Live-Übertragung eines Jugendorchester-Konzertes im Mitteldeutschen Rundfunk im Februar 1999.

Heribert Beissel ist Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande. Im Dezember 2012 erhielt er den Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt.