Landesmusikrat Sachsen-Anhalt


Aktuelles

11. Juni 2020

Zusammenfassung aller bisher bekannten Maßnahmen und Handlungsempfehlungen für Kulturschaffende

Angefügt sind Punkte, um Kulturschaffende in der Corona-Krise zu unterstützen. Neuerungen werden fortlaufend aktualisert. 

Es sind wieder Anträge möglich!
Der Nothilfefonds der Deutschen Orchesterstiftung spricht notleidenden Musiker/-innen einmalig 500 Euro zu. Gleichzeitig wird um Spenden für den Fond gebeten. Der Antrag auf Auszahlung erfolgt online hier
„Kultur ans Netz“ richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die hauptberuflich in den Sparten Musik, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Literatur und intermedialen Kunstformen tätig sind. Für die Erarbeitung einer präsentationsreifen künstlerischen Leistung gewährt das Land einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro monatlich, für die Dauer von bis zu drei Monaten. Zuwendungsvoraussetzungen sind ein Hauptwohnsitz in Sachsen-​Anhalt sowie eine Mitgliedschaft in der Künstler-​ und Sozialkasse (KSK) oder der Nachweis einer freiberuflichen künstlerischen Tätigkeit in Sachsen-​Anhalt durch geeignete Unterlagen. Voraussichtlich ab Mitte Juni können Anträge über das Landesverwaltungsamt Sachsen-​Anhalt gestellt werden.
➡  Infos zur digitalen Kulturlandschaft des Landes Sachsen-Anhalt werden auf der Seite der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur zusammengetragen.
➡ Das Programm "Neustart" des Bundes soll kleinen und mittleren Kultureinrichtungen eine rasche Wiedereröffnung nach der Corona-bedingten Schließung ermöglichen. Finanziert werden u.a. Investitionen in den Umbau und zur Ausstattung und die Einführung digitaler Vermittlungsformate. Für die Maßnahmen sind zwischen 10.000 und 50.000 Euro pro Kultureinrichtung vorgesehen.
Hilfsprogramm des Bundes für freie Orchester und Ensembles: Antragsteller*innen können bis zu 200.000 Euro erhalten. Voraussetzung für die Antragstellung ist, dass die Projekte in Deutschland realisiert werden und die Orchester / Ensembles nicht überwiegend öffentlich finanziert werden.
➡ Kultureinrichtungen und Projekte, die vom Bund gefördert werden können ab sofort Ausfallhonorare von bis zu 60% der eigentlichen Gage zahlen, wenn Engagements auf Grund der Corona Krise abgesagt wurden – auch dann, wenn es keine vertragliche Regelung dazu gibt. Voraussetzung ist, dass das Engagement bis zum 15. März 2020 vereinbart wurde. Infos dazu gibt es hier: https://bit.ly/2ypeULD
➡ Das Bundesfinanzministerium hat am 9. April steuerliche Erleichterungen für gemeinnützige Organisationen und deren Förderer beschlossen. Nachzulesen unter: https://bit.ly/3cnG5oj
Unterstützungsmaßnahmen für die Kultur zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Pandemie. Diese Übersicht richtet sich an Kunst-und Kulturschaffende in Sachsen-Anhalt (Stand 07.05.).
➡ LOTTO Sachsen-Anhalt hat einen Hilfsfonds (bis zu 1 Million €!) für gemeinnützige Vereine, Träger, Verbände und Organisationen eingerichtet, die finanzielle Ausfallbelastungen durch die Corona-Pandemie haben. 
Corona-Soforthilfe des Bundes kann ab sofort und bis zum 31.05.2020 beantragt werden. ➡ Einreichung mit allen Unterlagen und am besten per Mail, Anträge per Post werden deutlich länger brauchen.
Antragsberechtigte: Soloselbständige, Angehörige der Freien Berufe und kleine Unternehmen einschließlich Landwirte mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
Die Finanzhilfe soll zur Existenzsicherung und zur Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit dienen.
➡ Alle Maßnahmen der Bundesregierung für Künstler und kreative im Überblick gibt es hier.
➡ Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) vergibt eine einmalige Soforthilfe von 500 Euro an Mitglieder des künstlerischen und künstlerisch-technischen Bereichs der bundesweiten Theater. Antragstellerinnen und Antragsteller müssen ihre Notlage begründen. Einzelheiten und Informationen zum Antrag gibt es auf Nachfrage unter dba©buehnengenossenschaft.de.
➡ Der Aufsichtsrat der GEMA hat ein Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder beschlossen, innerhalb dessen Komponisten, Textdichter und Musikverleger finanzielle Unterstützung bei der GEMA beantragen können.
ver.di empfiehlt – am Beispiel der Schriftsteller – für selbstständige und freie Kulturschaffende, eine Ausfalldokumentation. Künstler sind dazu angehalten, abgesagte Veranstaltungen, Stipendien, o.ä. mit Datum, Zeit- und Gehaltsangaben sowie Veranstalter zu dokumentieren und ihren Anteil am Jahresgesamtumsatz zu schätzen. Sollte es eine Notfallförderung geben, kann die Dokumentation eingereicht werden. 
Erste Handlungsempfehlungen zur Abwehr von Clubinsolvenz.
Leitfaden für Freischaffende vom DOV.
➡ Entschädigung bei Verdienstausfall durch Tätigkeitsverbot: Selbständige und Freiberufler die aufgrund des Coronavirus einem beruflichen Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können nach § 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Wenden Sie sich in diesem Fall an das für Sie zuständige Gesundheitsamt.